| Das THW |
| Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk Im Jahre 1919 hatte der ehemalige Pionieroffizier Otto Lummitzsch die Idee, ehrenamtliche Helfer mit technischem Fachwissen zu gewinnen, um bei Katastrophen und Unglücksfällen mit technischem Gerät Hilfe zu leisten. Er gründete 1919 die "Technische Nothilfe". Diese Organisation war bereits ausschließlich von dem humanitären Gedanken getragen. Nach 31 Jahren, am 22. August 1950, wurde Otto Lummitzsch von dem damaligen Bundesminister des Inneren, Dr. Gustav Heinemann, beauftragt, erneut eine Organisation mit ehrenamtlichen Helfern für den technischen Katastrophenschutz aufzubauen. Dies war die Geburtsstunde des heutigen Technischen Hilfswerks. Seither wird das THW bei großen Unfällen, Gebäudeeinstürzen, Explosionen, Sturmschäden, Hochwasser, Erdbeben und zur Unterstützung der Feuerwehr bei starken Brandschäden eingesetzt. Eine nähere Vorstellung finden Sie auf den Seiten von www.thw.de. Die Aufgaben und die Stellung des THW wurde in der Broschüre "THW anfordern" (Herausgeber: Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Referat Öffentlichkeitsarbeit, Deutschherrenstr. 93, 53177 Bonn) wie folgt umschrieben: Für die tägliche Gefahrenabwehr und auch alle gar nicht alltäglichen Katastrophenfälle treffen die Länder und Kommunen Vorsorge. Nur der Schutz der Bevölkerung im Verteidigungsfall ist dem Bund vorbehalten. Wie Länder und Kommunen für ihren Bereich, unterhält auch der Bund ein eigenes Hilfeleistungspotential. In diesem miteinander verwobenen Gefahrenabwehrsystem des Bundes und der Länder, hat das THW seinen festen Platz. Das THW-Helferrechtsgesetz weist dem THW drei gleichwertige Aufgaben zu:
Feuerwehren und andere Organisationen verfügen über örtlich unterschiedliche Möglichkeiten. Manche große Berufsfeuerwehr etwa bewältigt mit ihren Mitteln "nebenbei" Schadenslagen, die andere Wehren auch mit Unterstützung aus Nachbarorten vor große Probleme stellen. Dementsprechend ist auch der Bedarf an Unterstützung durch das THW regional unterschiedlich. Ein typisches Arbeitsfeld des THW liegt vor, wenn mit umfangreicher technischer Ausstattung gearbeitet werden muss oder absehbar ist, dass die Arbeit mit technischen Mitteln längere Zeit in Anspruch nehmen wird. Das THW kommt im Regelfall nicht so schnell zum Einsatzort wie etwa die Feuerwehr. Wegen seiner weitaus geringeren Einsatzhäufigkeit muss es aber auch nicht so schnell wieder für den nächsten Notfall bereitstehen wie z.B. die Feuerwehren. Genau deshalb hat das THW im Einsatz einen langen Atem. Erfahrungsgemäss übertragen Gefahrenabwehrbehörden oder andere Stellen dem THW oft fachlich oder räumlich abgeschlossene Aufgaben, die es hinsichtlich der Führung, Taktik, Technik und Logistik eigenständig löst. Dabei setzt das THW in kleineren wie in Großschadenslagen sein Potential angepasst an die Führungsstruktur des Bedarfsträgers ein. Wenn Sie Verstärkung brauchen - viel Verstärkung, weil ihre eigenen Kräfte quantitativ nicht ausreichen, oder sehr spezielle Verstärkung, weil ungewöhnliche Aufgaben zu lösen sind -, kann das THW in vielen Fällen wirksam helfen. Das THW hat einen strukturellen Vorteil in die Wiege gelegt bekommen: Es ist bundesweit einheitlich organisiert. Dadurch verhallt der Ruf nach Verstärkung durch das THW nicht an Kommunal- oder Ländergrenzen. Gleichzeitig kann der nächstgelegene THW-Ortsverband sowohl schnell mit ersten Einsatzkräften Hilfe leisten als auch Spezialausstattung und Verstärkungskräfte überörtlich heranführen. Im Vorfeld bietet die THW-Struktur Ansprechpartner auf örtlicher, regionaler, Landes- und Bundesebene. Örtlich vertritt der THW-Ortsbeauftragte die Bundesbehörde THW. Er ist wie seine Helfer im THW-Ortsverband ehrenamtlich tätig. Die einzelnen Einheiten des THW - Technische Züge mit spezialisierten Fachgruppen - sind Bestandteil der Ortsverbände. Durchschnittlich zehn Ortsverbände sind zu einem THW-Geschäftsführerbereich (GFB) zusammengefasst, der wiederum wie ein großer Ortsverband zusammenwirkt. Unter dem Dach der THW-Geschäftsstelle leisten hauptamtliche Mitarbeiter vor allem Koordinations- und Verwaltungsarbeit. Sie sorgen z.B. dafür, dass bei Bedarf auch Einheiten anderer Ortsverbände herangeführt werden. Der THW-Geschäftsführer ist Ansprechpartner für alle Behörden und Stellen oberhalb der kommunalen Ebene. Acht THW-Landes- bzw. Länderverbände sind die Ansprechpartner der obersten Landesbehörden sowie der Landesverbände anderer Organisationen und Stellen. Der Direktor der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk hat mit der THW-Leitung seinen Sitz in Bonn. Er ist verantwortlich für bundesweit 44.000 aktive THW-Helfer, 17.000 Reserve- und 10.000 Junghelfer, sowie für 845 hauptamtliche Mitarbeiter. Wer Kräfte des THW anfordern will, braucht nur den nächstgelegenen THW-Ortsverband oder die THW-Geschäftsstelle zu kennen. Sie eröffnen den Zugang zu dem "technischen Baukasten" des THW, der für eine Reihe von Schadenslagen die passenden Spezialeinheiten mit fachkundigen Helfern bereithält." Die nötigen Adressen und Telefonnummern aller THW-Dienststellen können Sie unter www.thw.de nachschlagen; klicken Sie dort einfach auf "THW-Adressen". Weitere Informationen zum Aufbau und Einheiten finden Sie unter http://www.thw.de/wirueberuns/index.htm
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